Professur

Universität Giessen

Professur für neuere deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidakt an der Justus-Liebig-Universität Giessen

Die Professur untersucht die Entwicklung der deutschen Literatur insbesondere des 19.-21. Jahrhunderts. In diesem Rahmen folgt sie einem modernisierungstheoretischen Ansatz und modelliert Literatur als Handlungs- und Symbolsystem. Die Untersuchungen zielen darauf, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Modernisierung und literarischem Wandel einsehbar zu machen und Prozesse der Ausbildung eines kulturellen Gedächtnisses zu erfassen.

Die Professur erforscht zudem die Vermittlung von Literatur mit ihren ästhetischen, kulturellen, historischen Dimensionen in institutionellen und nicht-institutionellen Kontexten.

Im Hinblick auf die Medienkommunikation orientiert sich die Professur auf Entwicklungen der (Massen)Medien ab dem 20. Jahrhundert. Dabei geht es u.a. um
a) Geschichte, Formen und Funktionen wichtiger Mediengenres;
b) relevante Medientheorien und ihre didaktische Relevanz;
c) Methoden der Medienanalyse (Inhalts-, Text- und Rezeptionsanalyse) und Fähigkeiten zur Analyse;
d) Untersuchungen zur Film- und Fernsehsprache;
e) Fragen der Rezeptions-/ Wirkungsforschung und
f) einen Überblick über Konzepte und Arbeitsformen der Medienerziehung in der Schule.

Universität Giessen
Carsten Gansel

Prof. Dr.
Carsten Gansel

Seit 1995 als Professor für Neuere Deutsche Literatur und Germanistische Literatur- und Mediendidaktik an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Im Herzen und Zuhause stark verbunden mit dem wunderschönen Mecklenburg-Vorpommern.

Vita
Mitgliedschaften und Aktivitäten
Kontakt

Mitarbeiter der Professur

Katja Wenderoth

Katja Wnderoth

Sekretariat (Vertretung)

AR Dr. Norman Ächtler

Norman Ächtler

Institutskoordinator

Mike Porath, M.A.

Mike Porath

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Anna Heidrich, M.A.

Anna Heidrich

Projektmitarbeiterin, DAAD-Projektkoordinatorin

Stephanie Lotzow, M.A.

Stephanie Lotzow

Projektmitarbeiterin, Doktorandin

René Strien

René Strien

Lehrbeauftragter, Gastdozent und Projektmitarbeiter

Dr. phil. Tanja Walenski

Tanja Walenski

Projektmitarbeiterin

Prof. Dr. i.R. Wolfgang Gast

Wolfgang Gast

Dr. Monika Hernik-Mlodzianowska

Dr. Monika Hernik-Mlodzianowska

Julia Lübbecke

Julia Lübbecke

Dissertationen und Habilitationen

I. Erfolgreich abgeschlossene Dissertationen:

  • Frank Wilhelm
  • Tanja Walenski
  • Janina Bach
  • Monika Hernik-Mlodzianowska
  • Marta Ratajczak
  • Norman Ächtler
  • Anna Rebecca Hoffmann
  • Olga Bazilevica

II. Derzeit laufende Dissertationen

  • Ulrike Rosenstädt
  • Mike Porath
  • Magdalena Sporkmann
  • Jose Fernandez-Perez
  • Stephanie Lotzow
  • Anna Heidrich
  • Jin Huang
  • Minjae Chung

III. Erfolgreich abgeschlossene Habilitationen:

  • Dr. Norman Ächtler (laufend)
  • Dr. Pawel Zimniak
  • Dr. Monika Hernik-Mlodzianowska (laufend)
Sommerworkshop

Sommerworkshop

Die Professur untersucht die Entwicklung der deutschen Literatur insbesondere des 19.-21. Jahrhunderts. In diesem Rahmen folgt sie einem modernisierungstheoretischen Ansatz und modelliert Literatur als Handlungs- und Symbolsystem. Die Untersuchungen zielen darauf, den Zusammenhang von gesellschaftlicher Modernisierung und literarischem Wandel einsehbar zu machen und Prozesse der Ausbildung eines kulturellen Gedächtnisses zu erfassen.

Die Professur erforscht zudem die Vermittlung von Literatur mit ihren ästhetischen, kulturellen, historischen Dimensionen in institutionellen und nicht-institutionellen Kontexten.

Im Hinblick auf die Medienkommunikation orientiert sich die Professur auf Entwicklungen der (Massen)Medien ab dem 20. Jahrhundert. Dabei geht es u.a. um a) Geschichte, Formen und Funktionen wichtiger Mediengenres; b) relevante Medientheorien und ihre didaktische Relevanz; c) Methoden der Medienanalyse (Inhalts-, Text- und Rezeptionsanalyse) und Fähigkeiten zur Analyse; d) Untersuchungen zur Film- und Fernsehsprache; e) Fragen der Rezeptions-/ Wirkungsforschung und e) einen Überblick über Konzepte und Arbeitsformen der Medienerziehung in der Schule.

Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) mit der Universidad de La Habana (Havanna/Kuba)

Die ab Januar 2010 offiziell durch den DAAD geförderte Institutspartnerschaft zwischen den germanistischen Instituten der Universitäten Gießen und Havanna wurde durch eine Anbahnungsreise des Verantwortlichen in Gießen (Prof. Dr. Gansel) im Juni 2009 vorbereitet. Die Anbahnungsreise war auch deshalb ausgesprochen wichtig, weil es hier zunächst darum ging, eine vertrauensvolle Atmosphäre mit den Vertretern der kubanischen Germanistik in Havanna herzustellen, die auch den kubanischen Deutschlehrerverband repräsentieren. Es konnten während der Anbahnungsreise gemeinsame Interessen- und Arbeitsschwerpunkte herausgestellt und bereits zielorientiert Absprachen getroffen werden.
Die Germanistikabteilung an der Universität Havanna (FLEX/UH) stellt das Zentrum für Germanistik und DaF für alle kubanischen Universitäten und weitere Ausbildungszentren auf Kuba dar. Das Germanistikstudium (Licenciatura) an der Germanistikabteilung mit dem Schwerpunkt Übersetzen und Dolmetschen zeichnet sich durch ein im lateinamerikanischen Vergleich ausgesprochen hohes Niveau aus, die Studiendauer beträgt 6 Jahre. Die Studierenden verfügen über ein hohes Sprachniveau. In der bisherigen Ausbildung liegt der Schwerpunkt neben den linguistischen Fächern in den Bereichen Übersetzen und Dolmetschen.

Havanna
Havanna
Havanna
Stettin
Stettin
Stettin

Seit Januar 2016 gibt es eine Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) zwischen dem Germanistischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem Institut für Germanistik der Universität Szczecin (Stettin, Polen).

Die GIP wird von Prof. Dr. Carsten Gansel und Prof. Dr. Ewelina Kamińska-Ossowska geleitet.

Schwerpunkte der gemeinsamen Zusammenarbeit:

In der Forschung wird es ausgehend von Ergebnissen des SFB Erinnerungskulturen an der Universität Gießen sowie zahlreichen neueren Publikationen u.a. um die Frage gehen, welche Rolle das ‚Prinzip Erinnerung’ in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur nach 1989 spielt. Dabei wird ausdrücklich auch die Literatur für Kinder- und Jugendliche einbezogen. Angestrebt ist auch ein Vergleich mit Entwicklungen in der polnischen Literatur. Zudem spielen neuere Entwicklungen in der Narratologie eine Rolle. Ein weiteres Vorhaben diskutiert die Kategorie „Störung“. Hier wird an ein Forschungsvorhaben angeknüpft, das in verschiedenen Tagungen sowie Publikationen bereits erprobt wurde. Dabei wird von der Überlegung ausgegangen, dass ‚Störungen’ bzw. ‚Irritationen’ keineswegs nur negativ im Sinne eines ‚Unfalls’ zu bewerten sind, sondern dass sie vielmehr Kommunikationsprozesse anregen und eine selbstreflexive Dimension in Gang bringen können, mithin Kommunikation über Kommunikation auslösen.
Der an der Universität Stettin im Team von Prof. Dr. Kamińska-Ossowska die Kinder- und Jugendliteratur eine wichtige Rolle spielt, geht es in diesem Zusammenhang um den seit der Jahrtausendwende verstärkt in Gang gekommene Trend zu All- Age- bzw. Crossover-Titeln. Diskutiert werden Ursachen für den All-Age-Trend und Ausdrucksformen sowie die Folgen für das „Was“ und „Wie“ des Erzählens betrachtet. Da die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust zu einem zentralen Thema der deutschsprachigen KJL geworden ist, erscheint es dringlich, den neuen Entwicklungen bei der literarischen Darstellung dieses Gegenstandes nachzugehen. Dies erfolgt auch in Zusammenarbeit mit der Arbeitsstelle für Holocaustliteratur in Gießen (Prof. Dr. Sascha Feuchert).
Jährlich werden jeweils im Rahmen der GIP im Sommersemester Doktorandenworkshops durchgeführt, auf der die Doktoranden Ergebnisse der Forschungen vorstellen und disktuieren.